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Aquarium und Bodengrund für Garnelen |
Das Aquarium
Garnelen brauchen bedingt durch ihre geringe Körpergröße nicht
unbedingt viel Platz und lassen sich deshalb bereits in Aquarien ab
einem Volumen von 12 Liter halten. Da sich aber manche Arten ziemlich
schnell vermehren sind jedoch Aquarien ab einer Größe von 50 Liter
Inhalt optimal. Diese sind vom Gleichgewicht her stabiler zu halten
als Aquarien mit weniger Wasserinhalt. Hierbei haben sich die so
genannten 60 cm Komplettsets bestens bewährt.
Garnelen sind sehr flinke Krabbler und kommen durch jede noch so
kleine Öffnung, deshalb sollte das Aquarium für Garnelen unbedingt gut
abgedeckt sein. Auch Öffnungen in der Abdeckung z. B. schon
vorgefertigte Löcher für Schläuche oder Kabel die ins Aquarium führen
können für Garnelen schnell zur Ausbruchstelle werden vor allem wenn
sich hohe Pflanzen, welche bis an die Wasseroberfläche reichen,
befinden.
Hat man sich von den kleinen Krabblern anstecken lassen, dass
Aquarium bereits ausgesucht und am richtigen Ort aufgestellt, kann der
Bodengrund ins Aquarium eingebracht werden.
In einem Aquarium für Garnelen sollte man nicht zu feinen Kies als
Bodengrund verwenden, denn diese könnte sich derart stark verdichten,
dass die Wurzeln der Pflanzen nicht mehr richtig umspült werden und
diese somit zu faulen anfagen. Am besten geeignet ist Kies mit einer
Körnung von 1-2mm. Grob genug um die Wurzeln der Pflanzen zu umspülen
und fein genug damit der Mulm oder Junggarnelen im Kies nicht
untergehen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Meinungen, dass auf dunklem
Bodengrund Garnelen sehr gut zur Geltung kommen, was auf besonders
farbenprächtige Arten wie rote und grüne Garnelen durchaus auch
zutrifft, empfehle ich natürlichen Kies. Auch helle Farben ergeben
einen wirkungsvollen Kontrast zu den Farben der Garnelen, zumal in
vielen natürlichen Lebensräumen der Bodengrund sehr hell ist. Ein
weiteres Argument das für hellen Kies spricht ist, dass auf diesem
nicht ganz so farbenprächtige Garnelen wie Tiger oder schwarze
Hummelgarnelen besser zur Geltung kommen als auf dunklem Bodengrund.
Hier sollte aber jeder Aquarianer nach seinem Geschmack und der Auswahl
der Garnelen entscheiden.
Bodengrund
Wie bereits angesprochen ist eine Körnung von 1-2 mm von Vorteil,
da sie grob genug ist um Pflanzenwurzeln gut zu umspülen, aber fein
genug um keinen Schmutz und Mulm aufzunehmen den die Garnelen sehr
gerne nach Nahrung durchsuchen.
Aquarienkies gibt es in vielen verschieden Körnungen und Farben.
Die Geschmäcker (unter)scheiden sich bei diesem Thema und es bleibt
jedem selbst überlassen ob er lieber gemischten, bunten oder
natürlichen Kies oder Sand in sein Becken bringen möchte.
Bei einigen Garnelenhaltern hat sich kunststoffummantelter Kies
bewährt. Da dieser im Gegensatz zu natürlichem Bodengrund keinen Kalk
an das Wasser abgibt und es ihn in allen denkbaren Farben gibt. Hier
ist allerdings darauf zu achten, dass die Farben nicht zu grell gewählt
werden. Grau, braun oder schwarz sind nicht ganz so naturfremd wie z.B.
rot oder blau.
Leider hat der kunststoffummantelte Kies den Nachteil, dass er
keine oder nur sehr wenig Bakterien aufnimmt und dies vor allem in
filterlosen Becken, zu denen wir später noch kommen, zu einem Problem
führen kann.
Wenn in den Bodengrund ein Dauerdünger eingebracht werden soll,
muss darauf geachtet werden, dass in diesem kein Kupfer oder andere
Metalle als Bestandteil enthalten sind, da Garnelen etwas empfindlicher
auf Kupfer reagieren als Fische. Hier hat sich Deponit-Mix wie z.B.
Plantofix bestens bewährt. |
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