Garnelen-Land | Das richtige Garnelenfutter
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Das richtige Garnelenfutter

Ernährung

Garnelen sind eigentlich Allesfresser und stürzen sich auf alles was ihnen im Aquarium geboten wird. Doch Gerade die Ernährung spielt bei der Garnelenhaltung eine wichtige Rolle.

Sehr oft kann es bei Mangelerscheinungen oder falscher Ernährung der Tiere mit zu viel proteinhaltigem Futter zu Häutungsproblemen kommen, was nicht selten zum Tod oder auch zu Missbildungen an Scheren, Fühlern oder Schreitenbeinen der Tiere führt. Häutungsprobleme zeigen sich z.B. als Risse oder Bruchstellen vor oder nach der Häutung am Panzer oder bei Tieren die während der Häutung nicht schnell genug ihre alte Hülle verlassen können.

Im Aquarium sind sie den ganzen Tag ständig auf der Suche nach Futter, durchwühlen den Mulm nach Fressbaren und suchen im Kies nach Futterresten. In der Natur ernähren sich Garnelen überwiegend von kleinsten Pflanzenteilen und Aufwuchs auf Laub und Ästen. Neben verschiedenem Fischfuttersorten für die Aquaristik, wie Flocken- Frost- und Lebendfutter, fressen sie auch verschiedene Algen. Einige Arten z.B. C. japonica haben sich als sehr gute Algenvertilger herausgestellt. Jedoch werden auch hier robuste Algen wie Pinsel- oder Bartalgen verschmäht.

Obst
Neben Äpfel, Birnen und Erdbeeren stürzen sie sich ganz besonders auf überbrühtes Gemüse wie Erbsen u. Karotten oder Salatblätter, Rosenkohl und Gurkenscheiben. Garnelen werden auch als Gesundheitspolizei bezeichnet, da liegen gebliebene Futterreste, ja sogar tote Fische „entsorgt“ werden und somit das Wasser nicht unnötig belastet wird. Kommt es einmal vor, dass ein Tier stirbt, so stürzen sich sofort einige Garnelen darauf um es dann zu verspeisen.

Kalk und Kalzium
Da Kalk und Kalzium vorwiegend über das Futter aufgenommen wird, sollte daher die Ernährung den Panzeraufbau mit unterstützen. Vor allem Frostfutter wie Artemia, Cyclops oder Krill und auch die Spirulinaalge, enthalten panzeraufbauende Stoffe wie Eisen, Calzium, Kalium, Magnesium usw. die bei der Bildung des neuen und der Aushärtung des alten Panzer eine wichtige Rolle spielen. Nebenbei sollte man auch ab und an viel Laub wie z.B. Seemandelbaumblätter oder getrocknete Eichenblätter und Grünfutter zufüttern. Wenn Krebstiere allerdings zu viel an tierischen Proteinen erhalten, findet ein zu schnelles Wachstum statt und die Häutung kann zum Tod führen. Dies wurde auch schon von Heiko Blessin und Friedrich Bitter bestätigt.

Garnelen-Spezialfutter
Mittlerweile wird von verschiedenen Futtermittelherstellern, z.B von Tropical und JBL spezielles Garnelen- und Krebsfutter angeboten, welches auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt wurde.

Diese Sticks wurden speziell für Garnelen entwickelt. Ein hoher Grünkostanteil mit Spirulinaalge, Mineralstoffen und Proteinträgern aus Garnelen und Fischen, entspricht den Nahrungsansprüchen von Garnelen und Krebsen. Die Sticks unterstützen die Häutung und das Wachstum. Durch ihre spezielle Zusammensetzung aus hohem Grünkostanteil und Rohproteinen beugen sie Häutungsproblemen vor, ermöglichen das Abwerfen des alten Panzers, fördern die Bildung eines gesunden und eine schnellere Aushärtung eines neuen Panzer. Ein weiterer Vorteil der Sticks, ist im Gegensatz zu Futtertabletten, dass diese 24 Stunden wasserstabil sind und dadurch evtl. liegengebliebene Sticks die Wasserqualität nicht unnötig belasten.

Karotin
Da es sich bei der Färbung einiger Arten, vor allem bei den Rottönen wie Crystal red oder Red Cherry um eine Fettfarbe handelt die in den Zellen der Tiere eingelagert wird, sollten sie unbedingt ab und an mit Karotin gefüttert werden. Ohne Zugabe von Karotin würden sie mit der Zeit verblassen, da sie die rote Fettfarbe nicht selbst produzieren können. In der Natur nehmen sie dies über Kleinstlebewesen mit auf. Karotin ist in Cyclops, Möhren, Paprika und auch in speziellen Granulatfutter was zur Farbverstärkung von Fischen verwendet wird, enthalten.

Bei kleinen Becken ist darauf zu achten, dass bei häufiger Fütterung das Wasser stark belastet wird und dementsprechend häufig gewechselt werden muss. Man sollte ein bis zwei Fastentage in der Woche einlegen um den Garnelen die Möglichkeit zu geben liegengebliebene Futterreste aufzusammeln. In einem Aquarium mit genügend Mulm können es sogar weitaus mehrere Fastentage sein.

Laub
Garnelen mögen sehr gerne Laub. Die Tiere halten sich dort auf, grasen es ab und verwerten es als Futter. Gut für die Haltung von Garnelen hat sich das Seemandelbaumblatt bewährt, dass unter anderem auch zur Krankheitsvorbeugung geeignet ist. Neben der bakterienhemmenden Wirkung bietet es auch noch einen dekorativen Anblick in einem naturnah eingerichteten Becken. Die Wirkstoffe der Blätter (u.a. Gerbstoffe) haben eine mild desinfizierende und fungizide Wirkung. Dementsprechend kann man sie z.B. vorbeugend gegen Pilzbefall, vor allem gegen Wasserschimmel oder die Rostfleckenkrankheit einsetzen. Jedoch eignen sich nur getrocknete Blätter des Seemandelbaums für den Einsatz im Aquarium.

Die Blätter werden einfach auf die Wasseroberfläche gelegt. Nach 1 - 2 Tagen haben sie sich mit Wasser voll gesaugt und gehen unter. Der pH-Wert wird leicht gesenkt und der Gesamtsalzgehalt (Leitwert) geringfügig erhöht. Das Wasser bekommt nach einiger Zeit einen schönen bernsteinfarbenen Ton, bleibt dabei aber glasklar. Am Besten gibt man 2 - 3 Blätter auf 100 l Wasser.

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